Um klar herauszuarbeiten, wo, wann, wie und von wem Mehmet Çetin getötet wurde, versuchen wir im Folgenden, die Beweise, die wir feststellen konnten, sowie die Punkte, die noch zu klären sind, aufzulisten:
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Da Mehmet Çetin eine Angriffsweste und ein Nachtsichtgerät bei sich trug, habe ich dargelegt, dass er, als die Soldaten gegen 03:00 Uhr mit dem Hubschrauber kamen, wahrscheinlich zusammen mit den übrigen Personenschützern seine Langwaffe und Ausrüstung aus den Fahrzeugen holte. Doch in dieser Sache gibt es verdächtige Vorgänge. Und zwar: In einem am 16. Juli 2016 um 12:10 Uhr aufgenommenen Protokoll wurden die Gegenstände aufgelistet, die Mehmet Çetin abgenommen wurden (Protokoll über die an Mehmet Çetin festgestellten Gegenstände (16.07.2016, 12:10 Uhr)).
Hier gibt es kein Magazin und keine Patrone. An militärischer Ausrüstung gibt es nur ein Nachtsichtgerät, eine Taschenlampe und ein Messer. In dem Protokoll hingegen, das zuvor aufgenommen wurde, als Mehmet Çetin gegen 05:30 Uhr in das Ahu-Krankenhaus gebracht wurde, sind — an die letzten Zeilen angefügt — 4 Magazine und 115 Patronen aufgeführt (Übergabeprotokoll der Patienteneffekten Mehmet Çetins (16.07.2016, 05:30 Uhr, Ahu-Privatkrankenhaus)).
Sowohl daraus, dass diese Gegenstände in dem 7 Stunden später am selben Tag in digitalem Format aufgenommenen Protokoll (Abbildung 6.1) fehlen, als auch aus der Schreibweise der Buchstaben (die Buchstaben ş, j, a, ö) sowie aus dem unterschiedlich verwendeten Schreibformat (adet, Adt, ad.) ergibt sich, dass diese letzten Gegenstände nachträglich von jemand anderem in die Liste eingefügt wurden. Das Interessante daran ist, dass am 4. August 2016 auf Anweisung des Staatsanwalts 4 Magazine und 115 Patronen, die zu dem dem Polizeibeamten Mehmet Çetin abgenommenen Gewehr M-16 gehörten, zur Aufnahme in die Verfahrensakte übersandt wurden (Schreiben der Staatsanwaltschaft über die Übersendung des bei Mehmet Çetin sichergestellten M-16-Magazins und der Patronen an die Verfahrensakte (04.08.2016)). Nun drängt sich hier die Frage auf: „Waren jene Magazine und Patronen gar nicht bei Mehmet Çetin, sondern wurden sie erst am 4. August hinzugefügt?" Damit nicht genug; die Personenschutzabteilung der Präsidentschaft schreibt der Abteilung Sondereinsatz Muğla und sagt: Nehmt sicherheitshalber jene Magazine und Patronen von der Staatsanwaltschaft Muğla in Verwahrung (Antrag der Präsidialen Personenschutzabteilung (Cumhurbaşkanlığı Koruma Dairesi Başkanlığı) auf Sicherstellung des betreffenden Magazins und der Patronen (an die Muğla Özel Harekat Şube Müdürlüğü [Sondereinsatzabteilung Muğla])). Warum messen die Personenschützer diesen Magazinen und Patronen wohl so große Bedeutung bei? Wenn jene Magazine nicht Mehmet Çetin gehören, wem dann? Dem Teamkameraden neben ihm? Halten wir übrigens auch dies fest: M-16-Gewehrmagazine fassen 30 Patronen, in 4 Magazinen müssten es insgesamt 120 Patronen sein. Da hier 115 Patronen vorhanden sind, wurden wahrscheinlich 5 abgefeuert. Wer auf wen geschossen hat und ob das Gericht dem nachgegangen ist — was meinen Sie?
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Auf den Obduktionsaufnahmen und bei der Kleidungsuntersuchung ist zu sehen, dass Mehmet Çetins linker Schuh und linke Socke fehlen. Wo sind sie und warum fehlen sie?
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Auf den Obduktionsaufnahmen sind zudem auf der Steppdecke, auf der Mehmet Çetin getragen wurde, Erdreste, Kiefernnadeln und ein Astteil zu sehen. Auch dies deutet darauf hin, dass Mehmet Çetin möglicherweise auf einem von Bäumen umgebenen Erdboden angeschossen wurde. Die von İrfan Paksoy genannte Rückseite der Villa 1782 ist ein Betonboden. Der Ort, an dem sich die Blutspur von Mehmet Çetin befindet, ist ein Erdboden.
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Im rechtsmedizinischen Untersuchungsbericht heißt es, dass Mehmet Çetin unter- und oberhalb des Knies (an Femur und Tibia) auf Brüche zurückzuführende Ekchymosen aufwies. Diese Ekchymosen (Blutergüsse) sind auch auf den Aufnahmen der Leichenschau zu sehen. Auch im fragwürdigen Obduktionsbericht heißt es, am linken Bein gebe es Brüche. Wenn tatsächlich ein Bruch vorliegt, ließe sich, indem man untersucht, wie Femur und Tibia — die zu den stabilsten Knochen des Körpers gehören — brachen und ob Mehmet Çetin aus einer Höhe stürzte, zusätzliche Erkenntnis darüber gewinnen, wie Mehmet Çetin getötet worden sein könnte. Berücksichtigt man zudem die dichten Staubflecken besonders an den Kniepartien beider Hosenbeine, so drängt sich der Gedanke auf, dass er, während er sich auf dem Balkon des Obergeschosses an der Rückseite der Villa Nr. 1751 befand, angeschossen wurde und vom Balkon herabstürzte, wodurch sein Bein brach.
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Die sehr breiten Wunden an Mehmet Çetins Lende und rechtem Bein erscheinen mit den Waffen der Soldaten, die Geschosse vom Kaliber 5,56 mm verschießen, nicht möglich. Es sollte untersucht werden, mit welcher Waffe diese breiten Wunden erzeugt worden sein könnten und — da die Soldaten eine solche Waffe nicht hatten — ob die Personenschützer sie hatten.
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Alle Gegenstände, die die Personenschützer in jener Nacht als vermisst angaben (Waffe, Magazin, Telefon), wurden später gefunden; nur die Funkgeräte der Marke Aselsan 4715 von Burak Güzel und Mehmet Çetin konnten nicht gefunden werden. Zwar hat Burak Güzel in dem am 18. Juli aufgenommenen Protokoll, das auch die Liste der verlorenen Gegenstände enthält, keinen verlorenen Gegenstand. (Gemeinsames Protokoll der Personenschützer vom 18.07.2016) In seiner Aussage vom 16. Juli sagte Burak Güzel jedoch, er habe sein Funkgerät nicht finden könnenSiehe die Aussage von Burak Güzel vom 16. Juli 2016 (Aussagen von sieben Personenschützern der Präsidentschaft vom 16.07.2016).. Die Soldaten ließen die den Personenschützern abgenommenen Gegenstände im Hotel zurück; die den übrigen Personenschützern abgenommenen Gegenstände wurden denn auch später gefunden. Auch die wenigen Gegenstände, die sie mit sich ins Gelände nahmen, ließen sie an Orten zurück, an denen sie später gefunden werden konnten, und auch diese Gegenstände wurden von den suchenden Sicherheitskräften gefunden. Trotzdem sagt Burak Güzel, sein Funkgerät habe nicht gefunden werden können. Da Mehmet Çetin getötet wurde, hätte sein Funkgerät normalerweise dort sein müssen, wo er sich befand. Der Personenschützer namens Can Gülsever sagte in seiner Aussage, sein verloren gegangenes Telefon sei im Meer gefunden und ihm gebracht worden. An einem Ort, an dem sogar ein Mobiltelefon, das angeblich ins Meer geworfen wurde, gefunden werden konnte, ist ein Fragezeichen, wie das Funkgerät von jemandem, der im Hotel angeschossen wurde, abhandenkommen konnte. Zudem verfügen die Aselsan-4715-Funkgeräte über die Funktionen Caller ID (Anzeige/Speicherung des Anrufers) und Call Log (Speicherung der letzten 10 Gespräche). (Broschüre des Funkgeräts Aselsan 4715) Auch dies legt ein Szenario nahe wie: „Jemand führte ein Funkgespräch, um Mehmet Çetin vor seiner Tötung in einen Hinterhalt zu locken, und die Funkgeräte wurden beseitigt, damit dies nicht ans Licht kommt".
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Da wir schon vom verlorenen Funkgerät sprechen: In dem am 18. Juli aufgenommenen Protokoll gibt es auch einige interessante verlorene Gegenstände:
- 4 Escape-CBRN-Gasmasken von Serhat Karakuş
- 2 Columbia-Hemden und -Hosen von Can Gülsever
Es waren Behauptungen aufgestellt worden, wonach vor dem Eintreffen der Soldaten ein anderes Team mit Gasmasken gekommen sei. Die Gasmasken vom Typ Escape CBRN wurden später am Flughafen Dalaman gefunden, und auf ihnen fanden sich die Fingerabdrücke der Personenschützer Serhat Karakuş, Hamza Eroğlu und Metin Yılmaz sowie von 4 am Flughafen Dalaman diensthabenden Polizisten. Die Gasmasken sind zudem vom Flucht- und Rettungstyp, nicht von dem Typ, der während eines Einsatzes getragen werden könnte. Warum die Personenschützer, die einen im Urlaub befindlichen Staatspräsidenten schützten, diese Masken bei sich trugen, ist ebenfalls ein Fragezeichen.
Sabri Kesen, einer der Journalisten, die an der Presseerklärung des Staatspräsidenten in jener Nacht teilnahmen, sagte in seiner Aussage, die er am 21.12.2016 in Marmaris vor der Putsch-Untersuchungskommission der Großen Nationalversammlung (TBMM) machte, dass die Personenschützer, während sie vor der Villa warteten, in der sich der Staatspräsident aufhielt, von ihrer Befugnis sprachen, zu Verteidigungszwecken chemische Waffen einzusetzen. Die Personenschützer, die so vorbereitet (!) waren, dass sie erwogen, bei einem Angriff auf den Staatspräsidenten im Urlaub an einem Ort mit Hunderten von Touristen chemische Waffen einzusetzen, und die Gasmasken mitführten, um von chemischen Waffen nicht beeinträchtigt zu werden, kamen aus irgendeinem Grund nicht auf die Idee (?!), das bei VIP-Schutz — egal wo dieser sich aufhält — übliche System tragbarer Überwachungskameras aufzubauen; deshalb können wir aus den Überwachungskameraaufnahmen nicht sehen, von wem, wo und wann Mehmet Çetin angeschossen wurde. Wie es der Zufall so will, traf es sich, dass ausgerechnet bei jenen hauseigenen Überwachungskameras des Turban-Hotels, die das Innere zeigten, die Linsen verschmutzt und die Einstellungen verstellt waren. Nur diejenigen, die unkritische Aufnahmen zeigten, funktionierten ordnungsgemäß. Obendrein zerschlugen die Personenschützer, aus unerfindlichen Gründen, vor dem Eintreffen der Soldaten auch noch die umliegenden Lampen. Auch wenn es keine Überwachungskamera gibt, die beweisen könnte, wie sich der Vorfall zutrug, hätte vielleicht einer der Touristen den Vorfall filmen wollen — doch da die Lampen nicht brannten, ist im Dunkeln nichts zu erkennen. Deshalb versuchen wir, den Mördern Mehmet Çetins über andere Beweise auf die Spur zu kommen.
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Auch Can Gülsever sagte, seine 2 als Ausstattung ausgegebenen Columbia-Hemden und -Hosen seien abhandengekommen. Sieht man sich seine Aussage an, so sagt er — anders als die übrigen —, er sei bei Ankunft der Hubschrauber in der Villa Nr. 1758 gewesen. Zu seinen Kameraden ging er erst späterMarmaris-Raubverfahren, begründetes Urteil: Begründetes Urteil im Marmaris-Raubverfahren, S. 12.. Die Villa Nr. 1758 dürfte nahe bei der Villa 1751 liegen, wo die Blutspur von Mehmet Çetin gefunden wurde. Wurden sein Hemd und seine Hose etwa blutbefleckt, bevor er zu seinen Kameraden ging? Verschwanden sie deshalb? Und dazu nicht ein, sondern zwei Hemden. In seiner Aussage sagt erAussagen von dreizehn Personenschützern der Präsidentschaft vom 27. und 28.07.2016: Aussagen von dreizehn Personenschützern der Präsidentschaft vom 27. und 28. Juli 2016.: „Einer der Soldaten nahm mein Mobiltelefon der Marke iPhone 5 aus meiner Hose und soll es ins Meer geworfen haben. Später kam mein Telefon aus dem Meer wieder zum Vorschein. Meine Columbia-Hose und mein Hemd zerrissen sie." „Mein Hemd, das ich anhatte, wurde mir nicht zurückgegeben. Ich erinnere mich nicht, wie mein Hemd mir ausgezogen wurde." (Ohne Kommentar!) Zudem sagt Can Gülsever, der aus irgendeinem Grund spät kam, während die anderen Personenschützer sagen „wir fanden Mehmet Çetin vor dem Balkon der Villa 1782": „Als ich kam, lag Mehmet Çetin im Zimmer auf dem Bett".
Can Gülsever hätten eigentlich folgende Fragen gestellt werden können: „Warum könnte der Soldat, der Ihr Telefon nahm, es ins Meer geworfen haben? Warum nahm er es, warum sollte er es wegwerfen? Das Funkgerät in der Tasche des Getöteten ist nicht auffindbar — wie nur wurde Ihr Telefon im weiten Meer gefunden? Oder wurden über das Telefon Nachrichten ausgetauscht, die nicht ans Licht kommen sollten, und wurde es deshalb kurz ins Meer getaucht und wieder herausgeholt? Ihr Hemd — sagen wir, es war dünn — zerrissen die Soldaten; wie aber zerrissen sie Ihre Hose? Mehmet Çetins Hose sieht recht dick und fest aus; es hieß sogar, er sei ins linke Knie geschossen worden, mit einem Geschoss brachen Femur, Tibia und Fibula alle drei auf einmal, und dennoch wurde die Hose nicht durchlöchert; wie wurde Ihre Hose zerrissen? Nehmen wir an, auch sie zerrissen sie irgendwie — haben Sie sich dann umgezogen, und zerrissen sie sie erneut? Sie haben ja zwei Hemden und Ihre Hose als vermisst angegeben (!?)"
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Nach dem kriminaltechnischen Untersuchungsbericht zu Mehmet Çetins Kleidung ergibt sich, dass er am Rücken angeschossen wurde. Während die übrigen Personenschützer (Murat Bayrak, Mustafa Akça, Uğur Göküz, Kerem Talip Sayın, Neşet Altuntaş, Metin Yılmaz), die in ihren Aussagen angaben, wo Mehmet Çetin in jener Nacht getroffen wurde, sagen, er habe zwei Wunden an der Brust und eine am Bein gehabt, sagt allein İrfan Paksoy, er sei am Rücken, unterhalb des Brustkorbs und am Bein verletzt gewesen. Außer den Personenschützern sagt die Person, die um 04:38 und 04:46 Uhr wegen Mehmet Çetin den Rettungsdienst 112 mit der Telefonnummer 05383696234 anriefDie Nummern, die für Mehmet Çetin den Notruf 112 anriefen (aus den Aufzeichnungen des Rettungswagen-Ortungssystems): Nummern, die für Mehmet Çetin und Nedip Cengiz Eker den Rettungsdienst 112 anriefen (entnommen den Aufzeichnungen des Rettungswagen-Ortungssystems). und angab, ihr Name sei Özkan Özel und sie sei kein Polizist — wie İrfan Paksoy —, Mehmet Çetin sei am Rücken, an der Brust und am Bein angeschossen worden. Die Aussage dieser Person wird nicht aufgenommen, und sie befindet sich auch nicht unter den in jener Nacht im Turban-Hotel Diensthabenden oder den trotz fehlenden Dienstes im Hotel Anwesenden (Personallisten der in der Nacht des 15. Juli im Turban-Hotel Diensthabenden und im Hotel Anwesenden). Am Ende des Gesprächs, das Özkan Özel (B) um 04:38 Uhr mit dem 112-Mitarbeiter (A) führte, beginnt ein Polizeibeamter (C) zu sprechen: „C – Ich weiß nicht, mit wem ich gerade spreche, Polizeibeamter UNVERSTÄNDLICH, wir haben gerade einen Kameraden, der im Dienst zu fallen droht …". Zudem sagte der Leiter des Personenschutzes Murat Bayrak in seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft: „Ein Teamkamerad, an den ich mich gerade nicht erinnere, teilte mir mit, das Personal des 112 habe am Telefon so etwas wie ‚man lässt uns hier nicht weg' gesagt", und bestätigte mit dieser Aussage, dass die Personenschützer anwesend waren, als am Telefon mit dem 112 gesprochen wurde. Dass jemand, der angibt, kein Polizist zu sein, am Telefon spricht, während Polizeibeamte (die Personenschützer) anwesend sind; dass — obwohl er (in Zeile 5 des Gesprächsprotokolls) sagt, die Polizeibeamten kümmerten sich um andere und er selbst rufe an — später ein Polizeibeamter in das Gespräch eingreift; dass er weiß, wie viele Verletzte es gibt, und sagt, es seien 4–5 Verletzte; dass er den Krankenwagen anweist, über die Küstenstraße zu kommen … Bewertet man all dies zusammen, so erscheinen diese Telefongespräche, die die Person namens Özkan Özel geführt haben soll, wie etwas, das eine selbstsichere, sachkundige, mit dem Vorfall vertraute Person tun könnte — also einer der dort anwesenden Personenschützer.
Die Personenschützerin namens Eda Kol Yüksel sagte in dem am 2. Strafgericht für schwere Strafsachen in Muğla verhandelten Raubverfahren, sie selbst habe über einen Zivilisten den Krankenwagen für Mehmet Çetin erreicht (Marmaris-Raubverfahren, begründetes Urteil S. 17Marmaris-Raubverfahren, begründetes Urteil: Begründetes Urteil im Marmaris-Raubverfahren). Der Polizeibeamte, der am Ende des 04:38-Gesprächs der Person, die oben angab, „Özkan Özel" zu sein, eingriff, könnte Eda Kol Yüksel sein. Während Eda Kol Yüksel oder wer auch immer der Personenschützer ist, der angibt, jener Polizeibeamte gewesen zu sein, anwesend ist, ist es — modern ausgedrückt — nicht mit dem gewöhnlichen Lauf des Lebens vereinbar, dass an ihrer Stelle Özkan Özel, der angibt, kein Polizist zu sein, mit dem 112 über Mehmet Çetin spricht. Ohnehin ist es, wie Özkan Özel sagte, ebenfalls dem gewöhnlichen Lauf des Lebens zuwider, dass sich die übrigen Polizisten um andere kümmern, während es einen Schwerverletzten wie Mehmet Çetin gibt. Auch dies legt den Gedanken nahe, „dass einer der Personenschützer beim Sprechen einen Namen wie Özkan Özel angegeben haben könnte". Bekanntlich gaben die Personenschützer an, 25 Personen zu sein, und legten in dem von ihnen aufgenommenen Protokoll 25 Unterschriftsfelder an, doch nur 23 Personen unterschrieben, und von den Unterzeichnenden sagten 22 aus, Bülent Yalçın sagte nicht aus. Wer die verbleibenden 2 Personenschützer sind, ist ebenfalls unbekannt. Es könnten Personenschützer sein, die nicht wollen, dass ihre Verwicklung in den Vorfall ans Licht kommt. Man hätte erwartet, dass das Gericht auch dem nachgeht.
Untersuchen wir andererseits die Aussage İrfan Paksoys (Aussage İrfan Paksoys als Geschädigter vom 16.07.2016) unter diesem Gesichtspunkt, so schildert er zusammengefasst, dass sie, als sie zusammen mit Mehmet Çetin zur Rückseite der Villa 1782 gingen, auf die Soldaten trafen und die Soldaten auf Mehmet Çetin feuerten, dass die Soldaten anschließend zu ihren Kameraden in der Villa 1782 gingen, dass er, als die Soldaten von dort weggingen, zu der Stelle ging, an der er Mehmet Çetin zuletzt gesehen hatte, also zur Rückseite der Villa Nr. 1782, ihn dort nicht fand, dann zu seinen Kameraden in der Villa 1782 ging und sie gemeinsam Mehmet Çetin vor dem Balkon der Villa 1782 fanden. In dieser Aussage, in der die Ingewahrsamnahme der Personenschützer und ihr — unter Zwang am Boden kriechendes — Verbringen zum Relax-Pool und zum Limon-Café fehlen, die in den Aussagen aller übrigen Personenschützer und der Soldaten vorkommen, ist unbekannt, was İrfan Paksoy tat, während die übrigen Personenschützer festgenommen wurden.
Wenn Mehmet Çetin am Rücken angeschossen wurde und dies nur İrfan Paksoy — der angibt, den Tod Mehmet Çetins bezeugt zu haben — und die Person sagen, die den 112 anrief, um für Mehmet Çetin einen Krankenwagen zu rufen, und die angab, ihr Name sei Özkan Özel, und wenn diese Person, wie wir oben dargelegt haben, in Wirklichkeit einer der Personenschützer ist, dann könnten İrfan Paksoy und Özkan Özel dieselbe Person sein.
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In dem am 18. Juli aufgenommenen Protokoll hielten die Personenschützer fest, dass 3 ihrer Pistolen abhandengekommen waren:
- Sig Sauer mit der Seriennummer AM 164683 (von Bilgehan Efe)
- Glock mit der Seriennummer RZV 191 (von Hamza Eroğlu)
- Glock mit der Seriennummer RVZ 232 (von Metin Yılmaz)
Von diesen wurde RVZ 232 am 17. Juli 2016 im Gelände gefunden. RZV 191 und AM 164683 wurden am 19. September im Garten des Palas-Hotels gefunden. Warum diese Waffen zwei Monate lang nicht auffindbar waren und wie es kommt, dass die Waffen während dieser zwei Monate blitzsauber waren und nicht einmal Staub auf ihnen lag, wurde nicht untersucht (Tatortuntersuchungsbericht über das Auffinden der verlorenen Pistolen der Personenschützer im Garten des Palas-Hotels am 16.09.2016 (Abschnitt 18)).
Letztlich werden die 3 als vermisst gemeldeten Pistolen gefunden.
Hinzu kommt, dass am Morgen des 16. Juli auf dem Durchzugsweg der Soldaten in einem übergroßen Müllbeutel Gegenstände gefunden werden, die offenkundig den Personenschützern gehören. Die Soldaten sind gar nicht in der Lage, die den Personenschützern abgenommenen Gegenstände in einen Müllbeutel zu stecken. In diesem Moment stehen sie unter dem Feuer der Sondereinsatzpolizisten. Auch aus diesem Beutel wird eine Sig-Sauer-Pistole mit der Seriennummer AM 164714 gefunden. Die 3 vermissten Pistolen waren gefunden worden. Dies ist die vierte. Sie war nicht als vermisst gemeldet, gehört aber einem der Personenschützer. Später wird auch diese Pistole von der Personenschutzabteilung angefordert (Übergabe- und Übernahmeprotokoll über die Übergabe der Pistole Sig Sauer mit der Seriennummer AM 164714 und der Glock mit der Seriennummer RVZ 232 an die Präsidiale Personenschutzabteilung (07.11.2016)). Warum wurde diese Pistole, die so aussieht, als hätten die Soldaten sie den Personenschützern abgenommen, nicht als vermisst vermerkt? Wem gehört sie? Bedenkt man, dass es am Körper und an der Kleidung Mehmet Çetins Geschosslöcher gibt, die wahrscheinlich mit einer 9-mm-Pistole erzeugt wurden, so müssen auch diese Pistolen kriminaltechnisch untersucht werden.